Verarbeitungs-Tipps
Blechbearbeitung
Gerade Biegungen (Winkel- oder U-Formen)
Bei geraden Biegungen zeichnen Sie zuerst Ihre Biegekante auf. Wir empfehlen, die Schutzfolie auf dem Blech zu lassen. Sie ist ein optimaler Schutz für das Blech und erleichtert die kratzfreie Bearbeitung.
Sie kleben das Blech samt Schutzfolie so auf eine Spanplatte, dass die Biegekante genau auf der Plattenkante zu liegen kommt. Danach die zweite Spanplatte genau bündig auf die Biegekante legen und außerhalb des Bleches beide Platten verschrauben.
Danach befestigen Sie den „Sandwich-Pack“ mit dem alfer®-Multi-Spanner sehr stramm vor der Werkbank.
Tipp: Je besser das Blech durch Verkleben, Verspannen oder Verschrauben (falls im Blechrandbereich möglich) an einem Nachrutschen beim Biegevorgang gehindert wird, desto maßgenauer wird die Biegekante!
Zur nachfolgenden Biegung empfehlen wir, ein Profil, eine Dachlatte oder ein Brett zu verwenden, um das hervorstehende Blech möglichst gleichmäßig nach vorne (zum Körper hin) zu biegen, bis es den gewünschten Biegewinkel erreicht hat. Wollen Sie nicht nur einen Winkel, sondern ein U- oder Z-förmiges Blech biegen, wiederholen Sie den Vorgang auf der anderen Blechseite.


Hier sehen Sie das fertige U-Blech. Es ist supergenau fluchtig, parallel und rechtwinklig.
Sollte Ihnen die Biegung wegen zu großer Länge (über ca. 80 cm) oder zu großer Blechdicke nicht gelingen, können Sie die gewünschte Biegung auch mit Hilfe eines Hammers und eines Schlagschutzes (Profil oder Holzlatte) durch vorsichtiges Herunterklopfen erreichen.
Runde Biegungen (Rohre, Ronden, Halbkreise usw.)
Möchten Sie Ihr Blech zu einem runden Körper biegen, dann eignen sich dazu in verschiedenen Durchmessern erhältliche Rundhölzer. Schrauben Sie das Blech mit Senkschrauben samt Schutzfolie auf das Rundholz. Achten Sie unbedingt auf einen exakt rechten Winkel zur Längsachse des Rundholzes!
Damit das Blech exakt parallel gebogen wird, darf es bei dem kraftvollen Biegevorgang unter keinen Umständen nachrutschen. Hierzu müssen Sie es unbedingt an der Werkbankkante festspannen (z. B. mit alfer®-Multi-Spannern oder sonstigen Schraubzwingen).
Danach drehen Sie das Rundholz gleichmäßig und mit relativ hohem Krafteinsatz zu sich heran, wobei Sie gleichzeitig das Holz von sich wegdrücken und unter hoher Spannung halten.
Achten Sie unbedingt auf geraden Lauf des Rundholzes, damit der Blechrundkörper nicht spiralförmig wird. Diesen geraden Lauf kontrolliert man, indem die abgerollte Blechkante immer exakt auf die noch liegende Blechkante trifft!


Aufgrund der Rückfederung des Bleches müssen Sie etwa eine 1,5fache Umdrehung vornehmen. Nach Abschrauben des Rundholzes springt das gebogene Blech auf einen ca. 30% größeren Durchmesser auf.
Jetzt können Sie das Blech so weit ineinander schieben, bis Ihr exakt gewünschter Durchmesser erreicht ist. Danach fixieren Sie diesen Durchmesser mittels Vernieten, Löten, Kleben oder Schweißen.
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